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Landesgruppe Bayern-Süd e.V.

Regelmässige Wanderung im Englischen Garten

Traditioneller Spaziergang im Englischen Garten

 mit unseren Schweizer Sennenhunden

Mit seiner scheinbar unendlichen Weite und Vielfalt bietet der Englische Garten eine Oase der Ruhe und Erholung mitten im Herzen von München. Zu verdanken ist diese Anlage dem Herzog Rumfort, der den „Garten“ im Jahre 1789 anlegen ließ.

Vom Ausgangspunkt beim „Aumeister“ im Norden des Englischen Gartens führen Wege bis hin zu Klenzes Monopterus und zum Haus der Kunst, mitten in der Stadt. Die Vielfalt an Wegen ermöglicht dem Spaziergänger, nie einen Weg zweimal gehen zu müssen.

Gesäumt mit alten Eichen schlängeln sich die Wege vorbei an kleinen Bächen, Lichtungen oder man trifft sogar auf einen kleinen See. Fast könnte der Beobachter glauben, sich in einer großzügigen englischen Grafschaft zu befinden.

Unser Spaziergang beginnt an einem sonnigen Sonntagmorgen beim Aumeister, dem traditionellen Wirtshaus und Biergarten, just an der Stelle, an der einst die hohen Herrschaften zur Jagd bliesen und nach der Rückkehr beim Aumeister-Wirt das erlegte Wildbret verspeisten.

Auch heute traben Pferde mit Reitern an uns vorbei zum sonntäglichen Ausritt. Menschen aus der Stadt, Familien mit ihren Kindern und ältere Leute sind in Bewegung. Die Jugend, oder wer sich dafür hält, joggt oder fährt mit dem Radl durch die Anlage.

Eine geschäftiges Treiben am Biergarten lässt den Englischen Garten langsam lebendig werden. Bierkrüge werden herbei getragen, ein leichter Bratenduft ist schon zu riechen und die ersten Gäste zieht es auch schon an.

Da, ganz plötzlich tauchen sie auf. Ein Rudel von bald 20 Sennenhunden. 2 davon laufen auf einen (wohl heimischen) Dackel zu und - halten wieder inne, um den  „Neuling“ zu beschnuppern. Eine ältere Dame sagt. „Gel Waldi, da freist die wida gel, wenn so nette Hund mit dir spuin woin“. Aber der Waldi ist schon längst nicht mehr interessant und so galloppiert die Meute auf ihre nächste „Beute“ zu, einem achtlos liegengebliebener Stock. Ein Entlebucher hat ihn zuerst entdeckt und rennt davon, die ganze Schweizer Verwandtschaft hinterher. Im Zickzack-Kurs geht’s durch die Begleitmannschaft, bis ein Herrchen dem Treiben aus Sorge um seinen bald nicht mehr sauberen Hosenboden ein Ende macht. Ein neues interessantes Beutestück wird gefunden und der Spaß beginnt von vorn. Bald darauf kommen die ersten müden Berner brav zu Ihren Frauchen und Herrchen zurück und begleiten uns, wie geübt (fast) bei Fuß.

Die Menschen bleiben an den Wegen neugierig stehen und beobachten das friedvolle Treiben. Fremde Hunde laufen uns entgegen, begrüßen die Meute und ziehen wieder weiter. Kinder gehen mit Ihren Eltern vorsichtig auf unsere Hunde zu und möchten, nur einmal, so einen großen Hund streicheln.

Ein junges Mädchen fragt: „Was ist das für eine Rasse?“ Ein des Weges kommender Spaziergänger antwortet: überzeugt „das sind Bernhardiner“. Wir erklären den Interessierten, dass es sich um friedfertige Schweizer Sennenhunde handele. „Do san aba scho a boor Mieschling dabei, grod der kloane do hintn“ sagt ein Herr aus der Runde und zeigt auf  einen Appenzeller, der sich gerade lautstark bemerkbar macht.

Wir ziehen grinsend weiter und kommen bald an einem Bachlauf an. Etwas erschöpft von der Hatz stürzen sich die Mutigsten der Vierbeiner in das seichte Gewässer, um sich etwas Erfrischung zu gönnen.

Bald kommen auch die Hundebesitzer nach, während sie mit den „Neulingen“ diskutieren und beraten über erfolgreiche Erziehungsmethoden , wie wohl ein Grosser Schweizer am besten hört (eben reine Theorie).

So beginnen interessante Bekanntschaften und manch neue Freundschaft ist hier schon in ungezwungener Umgebung entstanden.

Kaum jemand hat bemerkt, dass der Spaziergang zum Ausgangspunkt wieder zurückführte. Ein überraschender Kommentar ist zu vernehmen „Ja samma scho wieda do?“, „des is aba schnell ganga“. Antwort einer sehr Hungrigen: „Ja, mir samma scho wieda do, wei ma jetz zum Essn genga“. Ein Teil der Gruppe marschiert nun zielstrebig zum Aumeister-Wirt, mit Hund versteht sich, um sich von dem erholsamen Sonntagmorgen mit einer ausgiebigen Mahlzeit  zu verabschieden. Die übrigen Teilnehmer fahren nach Hause, aber mit dem Versprechen „Mir kemma fei wieda gel“.

Wir treffen uns jeden zweiten Sonntag im Monat um 11.00 Uhr bei der Wirtschaft  Aumeister am nördlichen Ende des Englischen Gartens. Suchen brauchen Sie uns nicht lange. Sie finden uns hinten am Parkplatz, wo eine Meute von Sennenhunden mit Ihren Besitzern „Sitz“ „Platz“ und „bleib do“ üben (oder umgekehrt?).


Ansprechpartner:

Cornelia Reicheneder Tel. 08731 / 40721

Rupert Kiener Neuried Tel. 089 / 7555584

Christian Heindl München Tel. 0151 / 15676431